Kennt Ihr auch das Büromonsterchen Mimmi-Missgunst?

 

Im Großraumbüro von „Klein & Co.“ lauert ein unscheinbares Wesen: Mimmi Missgunst, das Schattenbüromonsterchen. Klein wie ein Notizblock, doch mit großer Wirkung – sie flüstert Zweifel, säht Neid und lässt Kolleginnen und Kollegen aneinander zweifeln.

Heute hat sie es auf Tom abgesehen, den neuen Star der Abteilung. Doch was passiert, wenn jemand ihr dunkles Spiel durchschaut? Eine kleine Bürogeschichte über Neid, Mut und die Macht ehrlicher Wertschätzung.

Im Großraumbüro von „Klein & Co.“ war es ein ganz normaler Tag. Telefone klingelten, Tastaturen klapperten, Stimmen murmelten – und über allem schwebte etwas Unsichtbares: Mimmi Missgunst, das Schattenbüromonsterchen.

Klein wie ein Notizblock, mit grau-schimmerndem Fell, das sie fast unsichtbar machte, lauerte Mimmi zwischen den Schreibtischen. Ihr Talent: sich in Gedanken festzusetzen. Mit spitzen Ohren und langen Fingern horchte sie, bis sie den perfekten Moment fand, um Neid und Zweifel zu säen.

Heute hatte sie sich Tom ausgesucht. Der war erst seit sechs Monaten im Unternehmen und hatte mit seiner Kampagne einen großen Kunden überzeugt. Die Kollegen gratulierten – doch Mimmi flüsterte Sarah ins Ohr: „Hast du gesehen, wie er bei der Präsentation gestottert hat? Der Kunde hat doch nur verlängert, weil das Timing gut war. Das hätte jeder geschafft.“ Sarah runzelte die Stirn. „Stimmt, warum bekommt er all die Anerkennung?“

Zufrieden hüpfte Mimmi weiter zu Markus aus dem IT-Team. Der mochte Toms gute Laune ohnehin nicht. Als er sah, dass Tom vom Chef gelobt wurde, raunte Mimmi:„Der Typ macht ständig Fehler. Erinnerst du dich ans vergessene Protokoll? Aber dich lobt nie jemand.“ Markus nickte. „Genau! Immer dieselben, die im Rampenlicht stehen.“

Bald tuschelten Sarah und Markus über Tom. „Ohne das Team hätte er das nie geschafft“, meinten sie. Mimmi grinste – ihre Arbeit war getan. Doch Tom spürte die kühle Stimmung. Die Blicke, das Schweigen, das Unbehagen – etwas stimmte nicht.

Eines Tages sprach er Sarah an der Kaffeemaschine an: „Ich habe das Gefühl, irgendwas stimmt nicht zwischen uns. Ist alles okay?“ Sarah wollte abwinken, doch Mimmi saß schon auf ihrer Schulter, die Arme verschränkt. Da hielt Sarah inne. Warum war sie eigentlich so verärgert? Tom hatte hart gearbeitet, Überstunden gemacht – er hatte den Erfolg verdient.

„Weißt du was, Tom?“ sagte sie schließlich. „Ich war unfair zu dir. Du hast tolle Arbeit geleistet.“

Mimmi kreischte vor Wut und versuchte, Sarahs Gedanken zu verdrehen – vergeblich. Markus, der das hörte, wurde still. Vielleicht war auch er zu hart gewesen. Als die beiden begannen, ehrlicher und wertschätzender miteinander zu sprechen, schrumpfte Mimmi Missgunst. Die Wärme und Offenheit im Büro ließen sie in Rauch aufgehen.

An diesem Tag lernten sie alle: Mimmi Missgunst hat nur Macht, wenn man sie füttert – und im Büro wächst Erfolg am besten gemeinsam.

(AMW)

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